Was wird in einer Musikstunde gemacht?

1. Begrüßung

Nach der gesungenen Aufforderung „Hereinspaziert" wird mit dem folgenden Lied jedes Kind mit seinem Namen begrüßt und darf sich dazu eine Aktion wie Klatschen oder Stampfen wünschen. Um sich auf die Musikstunde einzustimmen, ist es besonders für die Kinder wichtig, mit einem vertrauten Ritual anzufangen. Deshalb wäre es schön, wenn wir pünktlich anfangen können. Durch Verspätete wird immer viel Unruhe in die Gruppe gebracht.
 

2. Fingerspiele oder Kniereiter (Hoppe, hoppe Reiter)

Mit Fingerspielen lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre ganze Hand mit allen einzelnen Fingern kennen und ihren vielen feinmotorischen Möglichkeiten kennen.Durch Kniereiter erfahren die Kinder auf lustvolle Weise den Grundschlag. Die Spannung steigt bis der Reiter endlich "plumps" macht.
 

3. Freie Bewegung zu „klassischer“ Musik

Bach - Mozart ... verstaubte Komponisten und nichts für Kinder? In der frühkindlichen Phase werden auch die musikalischen Vorlieben der Kinder geprägt. Also sollten wir sie früh an die sogenannte "klassische" Musik heranführen. Insbesondere die Barockmusik bietet sich mit ihrem gleichmäßigen Grundschlag zum Bewegen an. (Der Wortstamm ist nicht zufällig mit der heutigen Rockmusik verwandt).

Natürlich möchte ich auch Sie als Eltern neugierig auf diese Musik machen, denn nur was Ihnen gefällt, können Sie auch mit Begeisterung an Ihre Kinder weitergeben.
 

4. Tanz

Beim Tanzen üben wir zum einen verschiedene Bewegungsarten wie rennen, stampfen, schleichen usw.

Ein zweiter Tanz  (findet dienstags im Rahmen des Kinderliedersingens statt) ist meist ein Kreistanz, den ich mir häufig selbst ausgedacht und an die Fähigkeiten der Kinder angepasst habe. Sie dürfen zu Hause gerne weiter erfinden, damit die Musik den Weg auch in Ihren Alltag findet.
 

5. Instrumente

Jede Stunde beschäftigen wir uns mit verschiedenen Instrumenten: Klanghölzer, Glöckchen, Glockenspiel, Xylophon, usw. Ich binde diese in das aktuelle Kursthema ein. Wir probieren die verschiedenen Klangmöglichkeiten der Instrumente aus. Auch wenn Ihr Kind zunächst nur staunt, ist es wichtig, wie auch bei den anderen Aktivitäten, dass Sie diese mit mir ausführen. Die Kinder werden Sie mit der Zeit nachmachen und ausprobieren. In der Regel orientieren sich die Kinder mehr an ihrer Bezugsperson, als an mir. Nicht selten geschieht das Experimentieren erst und auch nur zu Hause.

Die Orchesterinstrumente werden Sie in meine Stunden eher selten finden. Ich finde, dass es den Rahmen einer Musikstunde sprengt, bis jedes Kind einmal z.B. die Geige ausprobiert hat. Um diese Instrumente kennen zu lernen, biete ich regelmäßig Familienkonzerte an, die ich in der Regel mit Profis auf den jeweiligen Instrumenten gestalte. Im meist anschließenden Musikparcours werden die verschiedenen Aspekte des jeweiligen Instrumentes er-„fassbar“ gemacht.
 

6. Abschluss

Schön ist es, wenn wir es schaffen, noch gemeinsam unser Abschlusslied zu singen und ich mich so von allen Kindern und Erwachsenen verabschieden kann.
 

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Organisatorisches

Allgemeines

Ein Kurs umfasst ca. 7 Unterrichtseinheiten (1x pro Woche), die i. d. R. zwischen den Schulferien liegen. Sofern noch freie Plätze vorhanden sind, ist es möglich, in laufende Kurse einzusteigen.

Eine Musikstunde dauert mittwochs und freitags ca. 45 Minuten.
 

Dienstags dauert die Musikstunde ca. 30 Minuten.
Das im Anschluss oder vor der Musikstunde stattfindende Kinderliedersingen ist als Einheit mit dem Kurs zu betrachten.

Für die Kinder ist das eine sehr lange Zeit und sie müssen sich erst daran gewöhnen. Ihr Kind darf ruhig erst einmal den Raum, die Gruppe, mich und meine Aktivitäten entdecken. Es muss auch ausprobieren dürfen, wie es sich selber in eine solche Gruppe einbringt. Wir sollten dann gemeinsam die Aufmerksamkeit des Kindes wieder auf die Gruppe und ihre Aktivitäten lenken. Es gibt also keinen Anlass zur Sorge, wenn Ihr Kind erst einmal herumläuft.
 

Was muss mitgebracht werden?

Bitte bringen Sie für sich und Ihr Kind ggf. ABS-Socken mit, da wir die Schuhe im Raum ausziehen.
 

Geschwisterkinder

Ein jüngeres Geschwisterkind kann nach Absprache mitgebracht werden. Bitte tragen Sie dieses Kind auf dem entsprechenden Platz im Anmeldeformular mit Geburtsdatum ein. Es muss, wenn es regelmäßig mitkommt und älter als ein Jahr ist, auch den Kurspreis bezahlen, darf dann aber einen seinem Alter entsprechenden Kurs (sofern angeboten und noch Platz frei) kostenlos besuchen. Siehe Kursgebühr.
 

endgültige Anmeldung

Sie erhalten in der zweiten Stunde die endgültige Anmeldung zum Kurs, die Sie mir bitte ausfüllen.

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Welche Lieder werden gesungen?

Mir ist es wichtig mit der Liedauswahl eine solide Grundlage für späteres Singen zu legen.
Aus meinem Liederbuch wird deutlich am häufigsten von den Kindern "Backe, backe Kuchen" und "Hoppe, hoppe Reiter" gewünscht.

Diese Lieder sind mit der so genannten Leiermelodie ausgestattet, die die Kinder später auch für Abzählreime und selbst erfundene Musikstücke auswählen. Wir finden hier nur einen sehr begrenzen Tonumfang und mit immer wiederkehrenden Formeln.
Viele alte Kinderlieder bewegen sich dann im Fünftonraum. Auch der Rhythmus ist sehr einfach gehalten. Hier findet ein langsamer Aufbau des Liedschatzes statt.

Da sich unsere Kinder im Sprachaufbau befinden, verwende ich viele Lieder, bei denen für weitere Strophen nur wenige Worte ausgetauscht werden und den Kindern beim entsprechenden Alter die Möglichkeit des Mitsingens geben.

Moderne Kinderlieder mit komplizierten Rhythmen und vielen Tonsprüngen sind zwar sehr fetzig, aber nicht unbedingt kindgerecht. Außerdem befinden sich solche Lieder häufig bereits in Form von CDs in den Familien. Natürlich lasse ich auch ab und zu ein solches Lied einfließen, einfach um Spaß zu haben.

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Von herumlaufenden und staunenden Kindern

Jedes Kind kommt mit seiner eigenen Persönlichkeit in meine Musikstunde.

Die einen müssen erst den Raum erkunden: ausprobieren, wie klingt der Schrank, wenn ich draufhaue; wie fühlt sich der Teppich an, usw.?

Andere sind ganz verschüchtert und trauen sich nicht weg von der Bezugsperson. Wieder andere sind so mit Beobachten beschäftigt, dass für eigene Aktivitäten keine Zeit bleibt und nur der Mund offen steht.


Jedes Kind sollten wir bei seinen Vorlieben abholen:
Es hätte keinen Sinn den Ausprobierdrang des Kindes rigoros zu unterbinden. Die Neugierde wird immer stärker sein und uns zu Machtproben herausfordern. Diesem Kind sollten wir zunächst die Möglichkeit zum Erkunden geben und es immer wieder sanft darauf aufmerksam machen, dass es interessante Dinge auch bei mir zu entdecken gibt. Vielleicht ist es auch notwendig, dass der Begleiter des Kindes die Musikstunde von dort aus mitmacht, wo es das Kind gerade am spannendsten findet.


Dem verschüchterten Kind sollten wir Zeit geben, vielleicht vergisst es seine Schüchternheit, wenn die Neugierde siegt. Manche Kinder müssen das Geschehen auch von fern miterleben, weil es für sie zu viel Neues zu verarbeiten gibt, so dass sie erst zu Hause zum Ausprobieren kommen.

Das Ziel, dass alle Kinder einen Großteil der Zeit aufmerksam bei der Sache sind, verfolge ich behutsam. Wir dürfen nicht vergessen, dass es für die meisten Kinder die erste Erfahrung mit einer solchen Gruppe ist. Fast eine Stunde ist eine lange Zeit, aber mit Geduld und Verständnis können die Kinder hier viel, auch für den späteren Kindergarten, lernen.

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