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Kinderkantorei




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Musik mit Kindern

Wie unterstütze ich mein Kind zu Hause?


  

Warum wird so hoch gesungen?

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1. Rhythmus

2. Melodie

3. Hören

4. Instrumente

  

1. Rhythmus

Sehr wichtig für das Rhythmusempfinden sind die Kniereiter, die wir natürlich in der Kita mit der großen Anzahl von Kindern nur im begrenzten Umfang machen können. Aber vielleicht erinnern Sie sich noch an den „alten“ Kniereiter: Hoppe, hoppe Reiter. Gemeinsam mit Ihrem Kind haben Sie bestimmt viel Spaß daran.
Probieren Sie auch mal ein fröhliches, müdes, wildes, usw. Pferdchen aus.
Oder laufen Sie einmal durch den Raum zu den Worten: Schritt – Traben - Galopp

Rhythmus lässt sich auch sehr gut mit einer Trommel „begreifen“. Auf einer selbst gebastelten Trommel macht es sicher am meisten Spaß: Dazu benötigen Sie einen Blumentopf, am besten geeignet sind knapp 20 cm Durchmesser . Darauf wird mit Tapetenkleister Butterbrotpapier geklebt. Kleben Sie etwa 8 - 10 Schichten Papier, jeweils mit Kleister dazwischen: nicht zu straff ziehen, da sich das Fell bei Trocknen zusammenzieht.
Die Trockenzeit beträgt je nach Feuchtigkeitsgrad eine knappe Woche.
Tipp: Wenn Sie das Fell bemalen möchten, machen Sie dies mit kräftigen Farben auf der vorletzten Schicht, damit die Trommel beim Benutzen nicht abfärbt.


2. Melodie

Hoch – Tief
Nicht nur in einem Lied steckt Melodie, die kann sich genau so in einem gesprochen Text verbergen: Sprechen sie den Text der „Großen und kleinen Ente“, indem Sie für die große Ente tief sprechen und die linke Hand nehmen (auf dem Klavier sind die tiefen Töne links) und für die kleine Ente hoch sprechen und die rechte Hand nehmen.

Stimmbildung
Die beste Stimmbildung ist, Tierlaute nachahmen. Aber auch die Namen der Tier lassen sich mit Ausdrucksprechen: Bär, Katze Maus

Tonhöhe

Singen Sie mit Ihren Kinder relativ hoch. Die Stimmbänder Ihrer Kinder sind kürzer als Ihre eigenen, deshalb sind ihre Stimmen auch höher. Die gute Lage der Kinder liegt etwa zwischen d1 bis d2.
Singt eine männliche Bezugsperson mit den Kindern, so singen die Kinder automatisch eine Oktave höher. Das bedeutet aber auch für die Väter relativ hoch zu singen.


3. Hören

Hören Sie bewusst gemeinsam Musik oder Geräusche im Alltag z.B: Tierstimmen, Küchen- und Straßengeräusche, usw.
Wenn wir in der Stunde Geräusche hören, ordnen wir sie den entsprechenden Karten zu.

Sehr empfohlen sei Ihnen die Bilderbuchreihe des Annette Betz Verlag. Hier werden klassische Werke der Musik in sehr guter Weise und mit liebevollen Bildern für Kinder (und ihre Eltern?) zugänglich aufgearbeitet.


4. Instrument erlernen

Fingerspiele
Um ein Instrument zu erlernen müssen sehr differenzierte Bewegungen der Hände und Finger ausgeführt werden. Auch für das Schreibenlernen ist ein bewusster Umgang mit der Hand von großer Bedeutung. So gibt es in jeder Stunde ein Fingerspiel: mal für die ganze Hand mal für die einzelnen Finger. Achten Sie bitte beim Bewegen der Finger darauf, dass diese sich bis ins letzte Glied krümmen (mit geraden Fingern kann ich kein Instrument lernen und nur ungelenk einen Stift halten).


Hören von Klassischer Musik
Kinder, die früh genug mit sogenannter „Klassischer Musik“ konfrontiert werden, finden in der Regel auch einen positiven Zugang dazu. Die Musikstücke vergangener Zeiten werden beim Erlernen fast aller Instrumente musiziert. Es ist für den Instrumentalschüler also von Vorteil, diese Art der Musik schon kennen gelernt zu haben.
Wir bewegen uns frei zu der Musik und nehmen damit die Musik über den ganzen Körper auf. Dazu gehört: Lautstärke(änderung) über die Bewegung mitzuempfinden, den Ausdruck: fröhlich – traurig, ruhig – dramatisch, usw. in verschiedene Bewegungsarten umzusetzen.

Natürlich geht nichts über ein „Stück Musik von Hand gemacht“. Besuchen Sie mit Ihren Kindern Kinder- oder Familienkonzerte, die inzwischen kostenlos oder für wenig Geld, angeboten werden: Meine Konzerte, siehe oben. Aber auch von der Stadt Offenbach im Büsingpalais, Alte Oper, HR-Sinfonieorchester und Oper Frankfurt.

Vielleicht werden Sie ja auch neugierig, ein Instrument zu erlernen oder Sie haben in Ihrer Kindheit bereits ein Instrument gelernt, was sie nun mit Ihrem Kind neu entdecken können.

Instrumentalunterricht
Weitere Techniken wie zum Beispiel die Blastechnik sollten von einem guten Instrumentallehrer auf einem guten Instrument vermittelt werden.
Als gute Zeitpunkte empfinde ich die Vorschulzeit oder nach der Schuleingewöhnung etwa nach dem ersten Halbjahr der 1. Klasse.